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BZ NewsletterAusgabe 12 vom 18.12.2007Herausgegeben von der Büchereizentrale NiedersachsenLüner Weg 20 21337 Lüneburg Telefon: +49 4131 9501-0 Telefax: +49 4131 9501-24 E-Mail: info@bz-niedersachsen.de Internet: www.bz-niedersachsen.de Inhalt der Ausgabe 12/2007Nachrichten aus der Büchereizentrale:» "Büchereizentrale Lüneburg" wird "Büchereizentrale Niedersachsen"» Deutsche Bibliotheksstatistik 2007 » Fortbildung Kinderzeitschriften Nachrichten aus der Bibliothekswelt:» "Kultur in Deutschland" - Schlussbericht der Enquete-Kommission liegt vor» Oldenburg und Göttingen starten mit der "Onleihe" » Fortbildung auf der Fachkonferenz "Alles Online - oder was?" » Neue Regelung für Coverabbildungen in Online-Katalogen » JIM-Studie 2007 » Ergebnisse der Studien PISA und IGLU » Lesestart-Projekt der Stiftung Lesen » Tesalino und Tesalina im Regenwald » Checkliste "Recherchieren in Öffentlichen Bibliotheken" Nachrichten aus der Büchereizentrale:"Büchereizentrale Lüneburg" wird "Büchereizentrale Niedersachsen" Der
Büchereiverband Lüneburg-Stade e.V. hat auf seiner letzten Mitgliederversammlung, am 17. Oktober 2007 in Stade beschlossen, den Namen "Büchereizentrale Lüneburg" in "Büchereizentrale Niedersachen" zu ändern. So soll zukünftig auch im Namen deutlich werden, dass der Wirkungsbereich der Büchereizentrale das ganze Land Niedersachsen
umfasst. Viele unserer Leistungen erbringen wir schon seit vielen Jahren für die Bibliotheken in ganz Niedersachsen. Dies ist schließlich auch die Grundlage der Vereinbarungen mit dem Land, das mit seiner
institutionellen Förderung die vielseitige Arbeit der Büchereizentrale und ihrer Außenstellen möglich macht, zum Beispiel die Fachberatung, die landesweiten Sonderprojekte, das Fortbildungsprogramm, die Autorenlesungen, die Medien-Ergänzungspools oder die Software allegro-OEB. Die kommunale Trägerschaft der Büchereizentrale Niedersachsen bleibt aber weiterhin beim kommunalen Büchereiverband Lüneburg-Stade. Bitte beachten Sie, dass sich unsere E-Mail-Adressen geändert haben und auch unser Webauftritt jetzt unter der Adresse www.bz-niedersachsen.de zu finden ist. Für einige Zeit werden wir natürlich auch noch unter der alten Bezeichnung erreichbar sein.
Deutsche Bibliotheksstatistik 2007 Zusammen
mit der Weihnachtspost versenden wir auch in diesem Jahr den Fragebogen zur Deutschen Bibliotheksstatistik (DBS) sowie die Erläuterungen zum Ausfüllen des Bogens. Wir bitten Sie, diesen Bogen für das Berichtsjahr
2007 ausgefüllt bis zum 31.01.08 an die Büchereizentrale Niedersachsen bzw. die Beratungsstellen für Öffentliche Bibliotheken Südniedersachsen und Weser-Ems zurückzusenden. Die regelmäßige Erhebung der Deutschen Bibliotheksstatistik ist für alle Bibliotheken von großer Wichtigkeit, da sie die einzige Möglichkeit zum Vergleich der Bibliotheken darstellt. Für Fragen zum Ausfüllen des Statistikbogens nehmen Sie gerne telefonisch Kontakt
mit uns auf. Sollten Sie aus irgendwelchen Gründen weder Fragebogen noch Erläuterung erhalten haben, so können Sie diese ganz bequem auf unserem Webauftritt herunterladen.
Alternativ haben Sie auch die Möglichkeit eine Online-Eingabe via Internet bei der DBS-Zentrale, dem Hochschulbibliothekszentrum des Landes Nordrhein-Westfalen (HBZ) vorzunehmen. In diesem Fall geben Sie uns bitte unbedingt kurz darüber Nachricht, damit wir Ihre Daten für eine zeitnahe differenzierte Landesstatistik beim HBZ abrufen können. Fortbildung Kinderzeitschriften Im Rahmen der Oldenburger Kinderbuchmesse fand, initiiert von der Beratungsstelle für Öffentliche Bibliotheken Weser-Ems, die Fortbildung "Tierfreund, Geolino & Co. - Kinderzeitschriften in Bibliotheken" statt. Die Referentin Iris Wolf vom Eulenwolf-Verlag stellt nun ihre aktuelle und kommentierte Liste zum Angebot der Kinderzeitschriften allen Interessierten auf ihrer Homepage unter der Rubrik "Lesebörse" zur Verfügung. Nachrichten aus der Bibliothekswelt:„Kultur in Deutschland“- Schlussbericht der Enquete-Kommission liegt vor
Die vom Bundestag eingesetzte Enquete-Kommission „Kultur in Deutschland“ hat ihren Abschlussbericht vorgelegt, der auf den Seiten 129 bis 132 auch wichtige Einschätzungen und Empfehlungen für das Bibliothekswesen in Deutschland nennt. Viele Vorschläge des Programms „Bibliothek 2007“ der Bertelsmann-Stiftung und des Bundesverbandes Bibliothek und Information Deutschland (BID) finden sich hierin wieder. Übrigens: Die Büchereizentrale Lüneburg (inzwischen Büchereizentrale Niedersachsen) ist dort neben der Büchereizentrale Schleswig-Holstein und den Sachsener „Kulturräumen“ als empfehlenswertes Beispiel für regionale Kooperationsmodelle von Öffentlichen Bibliotheken genannt. Des Weiteren gibt die
Enquete-Kommission auf Seite 235 des Berichts eine ausdrückliche
Empfehlung an die Bundesländer "Aufgaben und Finanzierung der
Öffentlichen Bibliotheken in Bibliotheksgesetzen zu regeln. Öffentliche
Bibliotheken sollen keine freiwillige Aufgabe sein, sondern eine
Pflichtaufgabe werden." Diese Empfehlung begrüßt auch der Deutsche Bibliotheksverband (dbv)
und will sich dafür einsetzen, die Empfehlung umzusetzen. Auf
den Internetseiten des Bundestages finden Sie den vollständigen Schlussbericht.
Oldenburg und Göttingen starten "Onleihe" Die beiden großen Stadtbibliotheken bieten erstmals in Niedersachsen ihren Nutzern die digitale Ausleihe an. Mit diesem zusätzlichen Angebot können die Nutzer
der Bibliotheken E-Medien wie den "Spiegel", Hörbücher oder Schülerhilfen online von zu Hause aus entleihen. Ist das digitale Medium von einem registrierten Benutzer heruntergeladen worden, sorgt
ein Digital-Rights-Management (DRM) dafür, dass der jeweilige Inhalt nur im Rahmen des mit dem Verlag vereinbarten Lizenzmodells genutzt werden kann. Am Ende der vorgesehenen Ausleihdauer erlischt die
Nutzbarkeit und das Medium ist wieder für andere Interessenten verfügbar. Eine Rückgabe ist nicht notwendig. Der Anbieter der Onleihe für Öffentliche Bibliotheken ist die DiViBib GmbH. Ein Blick auf die Onleihe der Stadtbibliothek Oldenburg und der Stadtbibliothek Göttingen verrät Weiteres über den neuen Service.
Fortbildung der Fachkonferenz "Alles Online - oder was?" Die Fachkonferenz der Bibliotheksfachstellen in Deutschland veranstaltet am 24. April 2008 in der Stadtbücherei Würzburg eine Fortbildung mit dem Titel "Alles Online - oder was? Die reale Internet Bibliothek - Berichte aus der Praxis". Es werden Erfahrungsberichte zur Nutzung des Internets in Öffentlichen Bibliotheken, z. B. Bibliothek 2.0 von Jochen Dudeck, zur Onleihe oder zum Geschäftsgang im Internet zu hören sein. Weitere Informationen erhalten Sie von Alexander Budjan von der Hessischen Fachstelle für Bibliotheken (Tel.: 0611/334-2690) Neue Regelung für Coverabbildungen in Online-Katalogen Buchcover als urheberrechtlich geschützte Werke bedürfen bei einer Wiedergabe in Online-Bibliothekskatalogen der Zustimmung des Urhebers bzw. Rechteinhabers (wir berichteten in Ausgabe 09/07 unseres Newsletters). Der dbv hat jetzt auf ausdrücklichen Wunsch seiner Mitgliedsbibliotheken mit der Verwertungsgesellschaft Bild Kunst einen Vertrag über die Gestattung der Abbildung von Covern (Buch und andere Medien) in Online Bibliothekskatalogen geschlossen. Der Vertrag hat vorerst eine Laufzeit von 2 Jahren. In dieser Zeit übernimmt der dbv die Vergütungspflicht pauschal für seine Mitgliedsbibliotheken. Es sei darauf hingewiesen, dass die Übernahme von Abbildungen durch Setzung eines Links auf eine andere Website nicht der Zustimmung des Urhebers bedarf und daher auch nicht Gegenstand des Vertrags ist. JIM-Studie 2007 veröffentlicht Die JIM-Studie 2007 des
Medienpädagogischen Forschungsverbunds Südwest (mpfs) gibt jährlich ein
aktuelles Bild von der Medienausstattung und Mediennutzung der
Jugendlichen wieder. Für die repräsentative Studie werden ca. 1.200
Jugendliche im Alter von 12 bis 19 Jahren befragt. Die Studie ergab
unter anderem, dass das Internet immer intensiver von den Jugendlichen genutzt wird. 83 % der Jugendlichen gehen mehrmals pro Woche oder täglich online. Ein Viertel der Internetnutzer beteiligt sich aktiv am
Web 2.0 und produziert sogar mehrmals pro Woche eigene Inhalte. Doch
trotz der intensiven Nutzung elektronischer Medien lesen 37 % der
Jugendlichen regelmäßig (d.h. mehrmals pro Woche) und ein Viertel sogar
täglich in einem Buch. Mädchen haben dabei immer noch die größere
Vorliebe für das Buch. Von ihnen liest fast die Hälfte regelmäßig. Der
Anteil der Nichtleser liegt allerdings bei 17 % der Jugendlichen. Die
komplette Studie finden Sie auf der Homepage des mpfs.
Ergebnisse der Studien PISA und IGLU Im Auftrag der OECD untersucht PISA
(Programme for International Student Assessment) in dreijährigem Turnus
die Kompetenzen 15-Jähriger in den Bereichen Lesen, Mathematik und
Naturwissenschaften. Die Lesekompetenzen der deutschen Schülerinnen und
Schüler liegen mit 495 Punkten im Bereich des OECD-Durchschnitts und haben sich im Vergleich zu den Jahren 2000 und 2003 nicht signifikant verbessert. Bei der zum zweiten Mal durchgeführten international
vergleichenden IGLU-Studie
schnitten die Viertklässler bei der Lesekompetenz hingegen deutlich
besser ab als in der vorherigen Studie von 2001. Die Abhängigkeit von
Leseleistung und sozialer Schicht zeigt in beiden Studien, dass immer
noch die Schüler aus Familien mit Migrationshintergrund und
Arbeiterfamilien deutlich schlechter abschneiden. Während die
PISA-Studie nur weiter ein Anreiz sein kann, Jugendliche für die
Angebote der Bibliotheken zu begeistern, ist die IGLU-Studie ein
positives Signal, dass die vielseitigen Aktionen zur Leseförderung, die
in den letzten Jahren verstärkt von Bibliotheken durchgeführt wurden,
auch gefruchtet haben. Kommentare zu beiden Vergleichsstudien finden
sich auf der Homepage des dbv und der Stiftung Lesen.
Lesestart Projekt der Stiftung Lesen Die Stiftung Lesen startet im Mai 2008 die bisher größte bundesweite frühkindliche Sprach- und Leseförderungs-Kampagne „Lesestart – die Lese-Initiative für Deutschland“. Kern der Kampagne ist das Lesestart-Set mit einem Bilderbuch und Informationen für die Eltern. Das Set soll an rund 500.000 Eltern im Rahmen der kinderärztlichen Vorsorgeuntersuchung U6 in den kommenden zwei Jahren vergeben werden. Die Kampagne ist begrüßenswert, doch leider ist es nicht vorgesehen, Bibliotheken aktiv als Partner mit einzubeziehen. Tesalino und Tesalina im Regenwald Der Geschichten-Erfinder-Bastel-Wettbewerb der Stiftung Lesen und der tesa AG geht in eine neue Runde. Tesalino und Tesalina laden die Grund- und Förderschulklassen auf eine Reise in den Regenwald ein. Den Geschichtenanfang schreibt diesmal der Kinderbuchautor THiLO. Genauere Informationen sowie Lesetipps und Veranstungsideen finden Sie auf den Internetseiten der Stiftung Lesen. Checkliste "Recherchieren in Öffentlichen Bibliotheken" Die Recherche in Öffentlichen Bibliotheken unterscheidet sich von der Recherche in Wissenschaftlichen Bibliotheken. Die Zielgruppen und Interessen der Öffentlichen
Bibliotheken sind weiter gestreut als in Wissenschaftlichen Bibliotheken. Dementsprechend sind auch die Anfragen vielfältiger. Die Recherche muss dabei weniger in die Tiefe gehen und sollte eine klare und schnelle Antwort bzw. eine Hilfestellung für die eigene Suche geben. Die Zielgruppe der Öffentlichen Bibliotheken im Blick hat die OPL-Kommission des Berufsverbandes Information Bibliothek e. V. (BIB) eine Checkliste mit einer ausführlichen Linkliste als Rechercheinstrument zusammengestellt.
Allen Abonnenten unseres Newsletters wünschen wir ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Start in das Jahr 2008!
An- und Abmeldung des Newsletters Wenn Sie sich mit einer anderen Mailadresse für den Newsletter anmelden wollen, schicken Sie von dieser neuen Mailadresse eine Mail an newsletter@bz-niedersachsen.de mit dem Betreff Anmeldung. Wenn Sie sich abmelden wollen, klicken Sie hier oder schicken eine Mail an newsletter@bz-niedersachsen.de mit dem Betreff Abmeldung. | |